Die Digitalangebote der PZ-Verlage erzielen im Februar 2017 eine Bruttoreichweite von 354 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 19 Millionen oder knapp sechs Prozent mehr. Die höchsten Wachstumsraten unter den Nachrichtenseiten weisen HuffPost, Die Welt und FAZ.NET auf.

Gegenüber dem Vormonat Januar ergibt sich für die Angebote im Portfolio der PZ -Verlage insgesamt ein Minus von 21 Millionen oder knapp sechs Prozent. Aber der Februar weist drei Tage, entsprechend knapp 10 Prozent weniger auf als der Januar. Kalenderbereinigt verwandelt sich somit das nominale Minus in ein reales Plus.

Focus online schiebt sich im Februar wieder leicht vor Bild.de, wie ein Blick auf die Top Twenty zeigt (Grafik unten). Spiegel online behauptet den dritten Platz, vor Chip online, Die Welt und Chefkoch.de, wobei alle vier Angebote dicht beieinander liegen. Bei den Nachrichtenseiten bleibt es spannend: Die Welt, mittlerweile gestärkt durch die Integration von N24, kann den Rückstand gegenüber Spiegel online auf 320.000 Nutzer verkürzen. Ansonsten gibt es im Vergleich zum Vormonat nur leichte Positionsverschiebungen im unteren Teil der Spitzengruppe. Brigitte und Huffington Post verbessern sich zu Lasten von Bunte und Xing. GoFeminin verdrängt Gala aus den Top Twenty.

Im Vergleich zum Vormonat verbuchen mit Ausnahme von meinestadt.de alle Angebote der Spitzengruppe weniger Reichweite (Grafik unten). Aber nur bei zwei Angeboten nämlich bei wetter.com und Bunte.de – übersteigt das Minus den durch Kalenderunregelmäßigkeiten bedingten Wert von knapp zehn Prozent. Kalenderbereinigt legen insbesondere alle Nachrichtenseiten zu, am deutlichsten Focus online, Die Welt und FAZ.NET.

Im Vergleich zum Vorjahr weisen die meisten Angebote aus der Spitzengruppe ein Plus auf (Grafik unten). Das prozentual stärkste Wachstum zeigt die Huffington Post (die sich nach dem Ausscheiden der Gründerin Arianna Huffington kurz HuffPost nennt) mit 21 Prozent, gefolgt von Die Welt mit knapp 17 Prozent und Bunte mit knapp 16 Prozent. Auffällig ist, wie gegensätzlich sich die Websites der beiden großen Tageszeitungen entwickeln: FAZ.NET gewinnt rund 14 Prozent gegen Vorjahr, Süddeutsche.de verliert 11 Prozent. Möglicherweise gehen die Bayern mittlerweile ein bisschen restriktiver als die Hessen mit Gratisinhalten um.