Die Digitalangebote im Vermarktungsportfolio der PZ-Verlage erzielen im März 2017 eine Bruttoreichweite von 362 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 27 Millionen oder gut acht Prozent mehr. Im Vergleich zum Vormonat Februar – der allerdings drei Tage kürzer war – beträgt das Plus rund sieben Millionen oder gut zwei Prozent. Die neuen Reichweitendaten können ab sofort bei PZ Online ausgewertet werden.

Eine besonders markante Veränderung gibt es bei den Nachrichtenseiten: Erstmals erzielt Die Welt eine höhere Reichweite als Spiegel online. Der Vorsprung ist allerdings hauchdünn. Nachdem N24 vollständig in das Angebot von Axel Springer integriert worden war, lagen die beiden Nachrichtenseiten schon seit Januar eng beieinander (Grafik unten). Die Spiegel-Mannschaft kann darauf hinweisen, dass sie nach wie vor mehr Visits verbucht – nach dieser Metrik lassen die Hamburger nicht nur Die Welt, sondern auch Focus online weit hinter sich. Die Besuchsfrequenz ist ja neben der Besucherzahl wichtig, wenn es gilt, einen Teil der Nutzer als zahlende Digital-Abonnenten zu gewinnen. Unter diesem Gesichtspunkt wird sich auch die Bild-Mannschaft darüber hinwegtrösten können, dass Focus online erneut mehr Reichweite verbucht. Die Zahl der Visits war bei Bild.de im März mit 368 Millionen mehr als doppelt so hoch wie bei Focus online.

In der Spitzengruppe der Top Twenty (Grafik unten) gibt es weitere Positionsveränderungen. So rangiert FAZ.NET im März mit 9,12 Millionen Unique Usern vor Süddeutsche.de mit 8,83 Millionen. Im Februar hatten die Bayern noch mit 9,23 Millionen Besuchern von den Hessen mit 8,57 Millionen gelegen. Nach der Besuchsfrequenz unterschieden sich die Websites der beiden führenden Tageszeitungen nicht dramatisch. Ansonsten scheint die Märzsonne manche Frauen von Computern und Smartphones weggelockt zu haben. Brigitte.de, im Vormonat noch auf Rang 14, ist jedenfalls auf den 17. Platz abgerutscht. Und GoFeminin wurde sogar ganz aus der Spitzengruppe der Top Twenty verdrängt. Dort hat sich stattdessen Der Westen etabliert, das Angebot aus dem Hause Funke, das vor einigen Monaten einen Relaunch erhalten hatte.

Beim Blick auf die Veränderungen gegenüber dem Vormonat (Grafik unten) fällt denn auch auf, dass Der Westen mit 17 Prozent die höchste Zuwachsrate verbuchen kann. Während Brigitte.de rund 9 Prozent Reichweite einbüßt, kann Bunte.de um knapp 15 Prozent zulegen – der Märzsonne zum Trotz. Bei den meisten Angeboten sind die Zuwachsraten aber nicht sonderlich imposant, wenn man bedenkt, dass der März drei Tage länger als der Februar ist.

Im Vergleich zum März des Vorjahres (Grafik unten) bauen die meisten Angebote aus der Spitzengruppe ihre Reichweite aus. Ganz vorn liegt auch hier Der Westen mit einem Plus von fast 60 Prozent. Um knapp 23 Prozent legt Die Welt zu und um 21 Prozent die HuffPost. Der Reichweiten-Swing zwischen FAZ.NET (+18,8 Prozent) und Süddeutsche.de (-10,8 Prozent) ist beträchtlich. Neben Süddeutsche.de ist Spiegel online (+0,9 Prozent) die einzige Nachrichtenseite, die kein zweistelliges Prozentwachstum gegen Vorjahr verzeichnet.