Die IVW-Daten über Visits für März 2017 stehen ab sofort bei PZ Online bereit. 99 Angebote aus den Vermarktungsportfolios der Verlage verbuchten 2,13 Milliarden Visits. Gegenüber dem Februar ist das ein Anstieg um 190 Millionen oder zehn Prozent. Das Prozentwachstum entspricht allerdings ungefähr dem kalendarischen Effekt – schließlich ist der März um drei Tage oder 11 Prozent länger als der Februar. Beim Vergleich mit dem März 2016 spielen Kalendereffekte hingegen keine Rolle. Hier gibt es echtes Marktwachstum um 157 Millionen Visits, entsprechend acht Prozent.

Die Top Twenty (Grafik unten) stehen für 80 Prozent aller Visits. Auf den ersten acht Positionen gibt es keine Veränderungen gegenüber dem Vormonat. FAZ.NET rückt von Platz 11 auf Platz 9 vor und überholt neben TV Spielfilm auch das Digitalangebot des direkten Konkurrenten Süddeutsche.de. Heise online setzt sich vor Autobild.de. Der Westen, das Portal der Funke Mediengruppe für NRW, das im Dezember mit neuem Konzept “reanimiert” wurde – werben & verkaufen und Horizont berichteten -, sichert sich erstmals einen Platz in der Spitzengruppe und verdrängt Vodafone.de aus den Top Twenty.

Gegenüber Februar legen in den Top Twenty außer TV Spielfilm und Transfermarkt.de alle Top-Twenty-Angebote zu (Grafik unten). Dabei ist zu bedenken, dass ein Plus von knapp 11 Prozent dem kalendarischen Effekt entspricht. Am stärksten überschreitet Der Westen diese Rate. Das starke 29-prozentige Wachstum hängt möglicherweise auch damit zusammen, dass der Landtagswahlkampf in NRW auf Touren gekommen ist. Die überregionalen Nachrichtenseiten liegen teils über, teils unter der 11-Prozent-Marke. Auffällig ist, dass FAZ.NET glatt um zehn Punkte stärker als Süddeutsche.de zulegt. Möglicherweise tragen unterschiedlich ausgeprägte Paid-Content-Strategien in zunehmendem Maße zu divergierenden Entwicklungen der Nachrichtenseiten bei.

Gegenüber dem März 2016 (Grafik unten) weist Der Westen mit rund 71 Prozent ebenfalls die höchste Wachstumsrate unter den Titeln der Spitzengruppe auf. Unter den überregionalen Nachrichtenseiten erfreut sich Die Welt, inzwischen mit N24 vereint, eines kräftigen 45-prozentigen Wachstums. Zweistellige Zuwachsraten verzeichnen auch Stern.de, FAZ.NET, Bild.de und Zeit online – und das, obwohl im März letzten Jahres der Terroranschlag auf den Brüsseler Flughafen für eine angespannte Nachrichtenlage gesorgt hatte. Spiegel online verliert leicht, Süddeutsche.de wächst mit knapp fünf Prozent nur unterdurchschnittlich.