Die Vermarkter der PZ-Verlage erzielten im November 2016 mit 97 Angeboten eine Bruttoreichweite von 345 Millionen. Das war nur ein leichtes Minus von einer Million oder 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat, der einen kräftigen Zuwachs von zwanzig Millionen Unique Usern gebracht hatte.

Eine markante Änderung vollzog sich an der Spitze des Reichweiten-Rankings: Erstmals seit dem Mai konnte sich Focus online wieder knapp vor Bild.de platzieren (Grafik unten). Spiegel online ist im Herbst etwas hinter die beiden Hauptwettbewerber zurückgefallen. Dabei dürfte es sich primär um die übliche, technisch bedingte und vorübergehende Reaktion auf einen Relaunch handeln. Gut möglich, dass die Hamburger mit den Dezemberdaten demnächst wieder zur Konkurrenz aufschließen werden.

 

Die Top Twenty (Grafik unten) erreichen allein schon 225 Millionen Nutzer, also 65 Prozent der gesamten Bruttoreichweite. Das Ärztebewertungsportal Jameda verdrängte die Huffington Post im November aus der Spitzengruppe. Ansonsten gab es leichte Positionsveränderungen. Zeit online und FAZ.NET konnten jeweils einen Platz gutmachen.

Der Reichweiten-Swing an der Spitze des Rankings macht gut zwei Millionen Nutzer aus (Grafik unten): Focus online gewann gegen Vormonat ungefähr so viele Nutzer – gut eine Million – wie Bild verlor. In der Spitzengruppe verzeichnete Wetter.com mit 1,8 Millionen abgängigen Nutzern den stärksten Einbruch, sicherlich aus saisonalen Gründen. Den höchsten Zuwachs gegenüber Oktober konnte Computerbild verbuchen. Die meisten Nachrichtensites hatten im Oktober schon von den Turbulenzen des US-Wahlkampfs profitiert. Mit der überraschenden Wahl Donald Trumps konnten sie im November nochmals zulegen. Die Welt rückt weiter auf und kommt dem Spitzentrio der Nachrichtenseiten näher.