Die bei PZ Online gelisteten Zeitschriften, Wochenzeitungen und Supplements veröffentlichten im Februar 8.923 Anzeigen- und Beihefterseiten und erzielten einen Bruttoumsatz von 202,8 Millionen Euro. Gegenüber dem Februar des Vorjahres gingen Volumen und Umsatz geringfügig um 1,3 bzw. 1,6 Prozent zurück. Berücksichtigt man allerdings, dass der Februar dieses Jahr einen Tag (entsprechend 3,4 Prozent) kürzer war als im Schaltjahr 2016, so sind beide Größen kalenderbereinigt gegen Vorjahr leicht gestiegen.

Auf die Top Twenty nach Umsatz (Grafik unten) entfielen 44 Prozent des Gesamtumsatzes. Die Spitzengruppe wurde im Vorjahr vom Spiegel angeführt, der jetzt auf den vierten Platz zurückgefallen ist. Das Ranking wird – wie schon im Januar – von der Westausgabe des Programmsupplements rtv angeführt. Auf Platz 2 und 3 liegen – wie im Vorjahr – der Stern und Bild am Sonntag. Focus ist vom 5. auf den 7. Platz gerutscht.

Die zum Teil kräftigen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr (Grafik unten) erklären die Verschiebungen im Ranking. So legt rtv mit der Westausgabe um 32 Prozent und mit der Ostausgabe um 24 Prozent zu. Während der Stern leicht zulegt, stehen die Nachrichtenmagazine Spiegel und Focus mit Verlusten von rund 26 bzw. 13 Prozent auf der Verliererseite.  Die Zeit, die nach der Branchenstruktur ihres Anzeigengeschäfts den Nachrichtenmagazinen ähnelt, verzeichnet einen Rückgang um 12 Prozent.  Dagegen kann ein Spezialtitel wie Auto Bild, der im Januar schwach gestartet war, mit einem kräftigen Zuwachs von 29 Prozent die Scharte auswetzen. Bei den Titeln mit weiblichen Zielgruppen ist das Bild gemischt: Bunte und Gala verlieren ebenso wie Brigitte, Bild der Frau und Freundin können zulegen.

Der Blick auf die Entwicklung in den ersten beiden Monaten des Jahres (Grafik unten), zeigt dass Spiegel und Focus schwach in 2017 gestartet sind. Beide Magazine verbuchen hohe zweistellige Prozentverluste gegen Vorjahr. Zu den Gewinnern gehören Programmsupplements. rtv West, das anzeigenstärkste unter ihnen, führt das Ranking an und weist gegenüber 2016 ein sattes Plus von 28 Prozent auf. In absoluten Zahlen entspricht der Verlust der beiden Nachrichtenmagazine von zusammen 4,9 Millionen Euro ungefähr dem Gewinn von 4,8 Millionen Euro, dessen sich rtv mit seiner West- und Ostausgabe erfreuen kann. Knapp hinter rtv folgt im Ranking der Stern, der – ebenso wie Bild am Sonntag auf Platz 3 – ein vergleichsweise moderates Prozentminus im niedrigen einstelligen Bereich beklagt.

xy