Die bei PZ Online gelisteten Publikationen veröffentlichten im Juli 8.802 Anzeigen- und Beihefterseiten. Sie erzielten damit einen Bruttoumsatz von 201 Millionen Euro. Gegenüber dem Juli 2016 stieg der Umsatz leicht um rund eine Million Euro, während das Volumen um 250 Seiten zurückging. Unter den umsatzstärksten Top Twenty sind die Gewinner klar in der Mehrheit. Das ist umso bemerkenswerter, als letztes Jahr die Endphase der Fußball-EM in den Juli gefallen war und die Werbekonjunktur belebt hatte.

Nachdem der Stern im Mai vorn lag und Focus im Juni, übernimmt nun im Juli der Spiegel die Rolle des umsatzstärksten Titels (Grafik unten). Er führt die Top Twenty mit einem Bruttoumsatz von 6,6 Millionen Euro an, gefolgt vom Stern mit 6,2 Millionen Euro und von der rtv Ausgabe West mit 5,7 Millionen Euro. Dahinter rangieren fast gleichauf Focus und Bild am Sonntag. Brigitte ist auf dem sechsten Platz die umsatzstärkste Zeitschrift mit 14-täglicher Erscheinungsweise, ADAC Motorwelt auf Platz acht der führende Monatstitel.

Im Jahresverlauf gehört der Juli neben dem August urlaubsbedingt zu den werbeschwächsten Monaten. Interessant ist aber der Vergleich zum Vorjahr (Grafik unten). Die meisten Titel in den Top Twenty können erfreulich zulegen, nicht weniger als acht Titel sogar im hohen zweistelligen Prozentbereich. Das höchste Wachstum erzielen TV Spielfilm mit rund 43 Prozent, Bunte mit 37 Prozent Wirtschaftswoche mit 30 Prozent rtv Ost mit 28 Prozent und Freundin mit 25 Prozent. Unter den meinungsbildenden Wochentiteln glänzt diesmal der Spiegel mit einem Umsatzplus von 19 Prozent. Gegensätzliche Entwicklungen gibt es im Segment der Motorpresse: Während Auto Bild um ein Zehntel zulegen kann, verzeichnen Auto Motor und Sport sowie ADAC Motorwelt kräftige Einbußen, letztere allerdings bei veränderter Frequenz.

In der Kumulation der Monate Januar bis Juli (Tabelle unten) behauptet der Stern mit einem Bruttoumsatz von rund 55 Millionen Euro die Spitzenposition vor der Westausgabe des rtv-Supplements mit 52 Millionen. Dahinter rangieren der Spiegel mit gut 49 Millionen Euro und Focus mit knapp 48 Millionen. Mit dem starken Juli-Wachstum konnte der Spiegel einen Teil seines Jahres-Rückstands abbauen. Das Minus fällt allerdings noch immer signifikant höher aus als bei den direkten Konkurrenten. Die höchsten Wachstumsraten verzeichnen in der kumulierten Betrachtung die beiden rtv-Ausgaben mit mit knapp 19 Prozent bzw. 18 Prozent, Hörzu mit 17 Prozent und Bunte mit 15 Prozent.