Die Nielsen-Daten über Anzeigenumsätze und -volumina für April stehen ab sofort in der Datenbank von PZ Online zur Verfügung. Besonders auffällig: In der kumulierten Betrachtung für den bisherigen Jahresverlauf liegt der traditionelle Gesamtjahressieger Stern zwar vorn. Aber sein Vorsprung vor der Westausgabe des Programmsupplements rtv ist hauchdünn.

Der Reihe nach: Die bei PZ Online gelisteten Zeitschriften, Wochenzeitungen und Supplements veröffentlichten im April 10.919 Anzeigen- und Beihefterseiten und erzielten einen Bruttoumsatz von 254,7 Millionen Euro. Gegenüber dem Vormonat März stieg der Umsatz um rund drei Prozent, gegenüber dem April 2016 ging er leicht um knapp ein Prozent zurück.

Nachdem im März überraschend die 14-tägliche Frauenzeitschrift Brigitte das Ranking der zwanzig umsatzstärksten Titel  angeführt hatte, liegen im April die aktuellen Wochenmagazine vorn (Grafik unten). Dabei platziert sich Focus mit 8,4 Millionen Euro Umsatz vor dem Stern mit 7,9 Millionen Euro und dem Spiegel mit 7,7 Millionen Euro. Brigitte belegt den vierten Platz vor der Westausgabe des rtv-Programmsupplements.

Die prozentualen Umsatzveränderungen gegenüber dem April 2016 (Grafik unten) zeigen, dass Stern und Brigitte ungefähr auf dem Vorjahresniveau liegen. Focus legt um rund sechs Prozent zu, der Spiegel verliert acht Prozent. Über die höchsten Zuwächse in der Spitzengruppe der Top Twenty freuen sich die Zeit (+26,0 Prozent), Bunte (+23,3 Prozent) und Wirtschaftswoche (+22,7 Prozent).

In der kumulierten Betrachtung für die Monate Januar bis April (Tabelle unten) liegt der Stern mit gerade mal 7.000 Euro knapp vor rtv West. Gegen Vorjahr büßt das G+J-Flaggschiff rund vier Prozent ein, während rtv kräftig um ein Viertel zulegen kann. Der Wettbewerb um den Spitzenplatz wird vermutlich dieses Jahr im Nielsen-Ranking der Zeitschriften spannender als in der 1. Fußball-Bundesliga.

Im Vergleich zu Spiegel, Focus und Bild am Sonntag, die zweistellige Prozentverluste verbuchen, steht der Stern noch recht gut da. Das hohe Minus der ADAC Motorwelt erklärt sich daraus, dass zum Jahresbeginn eine Ausgabe weniger als im Vorjahr veröffentlicht wurde. Zu den Gewinnern zählen Zeitschriftenklassiker wie Hörzu mit fast 17 Prozent und Bunte mit knapp 14 Prozent. Die Zeit legt um knapp fünf Prozent zu, auch die 14-täglichen Frauenzeitschriften Freundin (+5,4 Prozent) und Brigitte (+2,8 Prozent) schlagen sich wacker. Bei den Supplements legen neben rtv West auch rtv Ost und Prisma West kräftig zu.