PZ Online bietet vielfältige Analysemöglichkeiten. Das ist sehr schön, hat allerdings auch eine Kehrseite: Die Vielfalt kann für neue Nutzer verwirrend sein. Daher soll hier einmal Schritt für Schritt gezeigt werden, wie komfortabel mit dem Direkteinstieg gearbeitet werden kann. Er befindet sich auf der Homepage oben links, gleich unter dem PZ-Online-Logo (Abb. 1).

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Abb. 1

Der Direkteinstieg ist ein guter Startpunkt, wenn Informationen über eine bestimmte Zeitschrift oder über ein digitales Angebot benötigt werden. Konkretes Beispiel: Nehmen wir an, ich brauche Daten über das Magazin Der Spiegel. Dann gebe ich einfach Spiegel in das Suchfeld ein. Egal, ob groß oder klein geschrieben, egal, ob mit oder ohne den bestimmten Artikel davor, der strenggenommen ein Namensbestandteil ist: Der Titelname Der Spiegel erscheint durch Wortvervollständigung noch bevor ich ganz ausgeschrieben habe. Ich muss ihn dann nur noch anklicken. Doch Vorsicht: Nicht versehentlich auf Dein Spiegel klicken. Das ist ein anderes Produkt aus der Spiegel-Markenfamilie.

Nach dem Klick zeigt mir PZ Online das aktuelle Cover des Magazins und darunter ein paar Basis-Infos: den Namen des Verlages, des Werbevermarkters, der Zeitschriftengattung, zu der der Titel gehört sowie die Erscheinungsweise. Für die weitere Analyse werden drei Bereiche zur Auswahl gestellt: GRAFISCHE ANALYSE, DETAILANALYSE und TARIFE (Abb.2).

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Abb. 2

Die TARIFE sind besonders für Mediaplaner und -einkäufer wichtig. Hier sind alle Daten der Preisliste zu finden, aufbereitet nach einem einheitlichen Schema für alle Titel. Alternativ kann die Preisliste als pdf-Datei heruntergeladen werden. Für den Spiegel ist zurzeit – wie auch für die meisten anderen Titel – schon die Preisliste für das Jahr 2017 hinterlegt.

Nehmen wir an, ich interessiere mich nicht für die Tarifdaten, sondern für die Marktentwicklung. Den schnellsten Überblick kann ich mir verschaffen, wenn ich die GRAFISCHE ANALYSE nutze. Nachdem ich dort auf GO geklickt habe, erscheint der Kurvenzug mit der Verkaufsauflage des Spiegel nach Quartalen seit 2002 (Abb. 3). Wenn ich mit dem Cursor den Kurvenzug entlangfahre, kann ich die genaue Zahl für jedes einzelne Quartal ablesen (in der Abb. unten geht das nicht, es ist ja nur ein jpeg-Bild).

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Abb. 3

Nun habe ich verschiedene Möglichkeiten für weitere Analyseschritte (Abb. 4):

  • Zeitraum ändern: Mit den Schiebereglern unterhalb der Achsenbeschriftung kann ich den Zeitraum beliebig verkürzen. Will ich also zum Beispiel die Entwicklung von 2005 bis heute näher betrachten, schiebe ich den linken Regler weiter nach rechts bis zur 2005er Markierung. Die Verkürzung des Zeitraums verbessert besonders bei Zeitreihen mit starken saisonalen Ausschlägen die Lesbarkeit der Grafik.
  • Konkurrenztitel mit aufnehmen: Um die Auflagenkurve des Spiegel angemessen interpretieren zu können, schaue ich mir am besten auch die Vergleichsdaten seiner engsten Wettbewerber an. Dazu gebe ich im Suchfeld oben Focus und Stern ein. Insgesamt bietet die grafische Analyse für fünf Titel Platz, zwei weitere wären in diesem Fall noch möglich.
  • Auflagensparten aufrufen: Neben den Gesamtverkäufen sind einzelne Auflagensparten respektive Auflagenstrukturen interessant. Einzelverkäufe, Abonnements und sonstige Verkäufe kann ich für die Grafik anstelle der Gesamtverkäufe aufrufen. Lesezirkel und Bordexemplare sind in den Gesamtverkäufen enthalten, aber grafisch nicht darstellbar (das geht nur über die Detailanalyse – dazu später).
  • Per Klick weitere Daten aufrufen: Neben den Auflagen stehen die Reichweiten gemäß Media-Analyse zur Verfügung, und zwar insgesamt und getrennt nach Frauen und Männern. Die Pressetranche der Media-Analyse wird zweimal jährlich veröffentlicht, einmal im Januar (MA I) und einmal im Juli (MA II). Die beiden Studien sind über die Jahre hinweg getrennt in der Grafik auszuwerten. Unter dem Button Anzeigen lassen sich Datenschätze heben, die normalerweise nur kostenpflichtig erhältlich sind. Es handelt sich um die von der Firma Nielsen erhobenen Bruttowerbeumsätze und Anzeigenvolumina der Zeitschriften. Bei den Volumina kann ich entweder Anzeigen gesamt wählen (das sind Anzeigenseiten plus Beihefterseiten)  oder Anzeigenseiten und Anzeigenbeihefter getrennt. Schließlich kann ich mir auch die Preise auf der Zeitachse darstellen lassen. Zur Verfügung stehen die Durchschnittspreise für verschiedene Farbformate (1/1, 1/2, 1/3 und 2/1).  Spiegel, Focus und Stern fordern (wie viele andere Titel auch) saisonal unterschiedliche Preise, aus denen ein zeitlich gewichteter Durchschnitt errechnet wird.
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Angenommen ich brauche zusätzliche Daten oder will die bisher betrachteten Daten mit eigenen Programmen weiterverarbeiten, beispielsweise mit Excel und Powerpoint. Dann wechsele ich zur DETAILANALYSE.

Dort muss ich zunächst Titel auswählen – meine vorherigen Eingaben werden nicht übernommen. Abb. 5 zeigt die einzelnen Schritte. Ich gehe auf TITEL AUSWÄHLEN und habe dann verschiedene Möglichkeiten. In unserem Beispiel kommt die Option ALLE TITEL AUSWÄHLEN nicht in Frage. Die Auswahl NACH VERLAG oder NACH VERMARKTER wäre recht umständlich, weil Spiegel, Focus und Stern aus unterschiedlichen Häusern kommen. Sie gehören aber derselben Gattung an. Ich gehe daher auf den Button NACH GATTUNG. Dann bekomme ich eine Liste aller Zeitschriftengattungen bzw. -segmente, wähle Aktuelle Zeitschriften und Magazine (zu denen zählt der Spiegel, wie ich oben gelernt habe – siehe Abb. 2). Aus der alphabetischen Liste der insgesamt 29 Titel aktiviere ich durch Setzen von Häkchen die drei benötigten Titel und gehe anschließend auf TITEL ÜBERNEHMEN (ähnlich gut funktioniert in unserem Beispiel auch EINZELAUSWAHL).

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Abb. 5

Neben den Titeln muss ich die Daten auswählen, die ich analysieren will. Nach einem Klick auf DATEN AUSWÄHLEN zeigt PZ Online ein Auswahlmenü mit IVW Auflagen, Nielsen Anzeigenstatistik, MA Pressemedien, Preise und Termine und Übersicht. In allen diesen Bereichen bietet nun die tabellarische Detailanalyse mehr Optionen als die grafische Analyse. Abb. 6 zeigt dies beispielhaft für die IVW Auflagen. Nun stehen auch Quartalsdaten für die Sparten Bordexemplare und Lesezirkel zur Verfügung, die in der grafischen  Analyse fehlten. Aber auch Heftauflagen, ePaper, Mitgliederexemplare usw.

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Abb. 6

Wenn ich die Häkchen wie in Abb. 6 setze und anschließend auf ANALYSE DURCHFÜHREN klicke, wirft  PZ Online eine Tabelle mit Verkaufsauflagen dreier Magazine aus, unterteilt in fünf  Auflagensparten, für den Zeitraum vom 1. Quartal 2005 bis zum 3. Quartal 2016. Diese Tabelle kann ich als Excel-Datei exportieren und beliebig weiterverarbeiten. Die Datenbankbereiche zu den Reichweiten, zum Anzeigengeschäft und zu Preisen und Terminen sind analog auszuwerten.